Blackberrys

Vor 20 Jahren waren es die ersten Blackberrys, die für Kopfschütteln bei der zumeist älteren Generation von Managern sorgten. Für die jederzeit erreichbar zu sein eine erschreckende Vorstellung und die Einschränkung der persönlichen Freiheit bedeutete. Schnell wurde jedoch der Blackberry das Statussymbol eines Managertypus, deutete er doch auf eine bestimmte Stellung im Unternehmen hin. Schließlich war nicht jeder so wichtig immer und überall auf Emails antworten zu müssen.
 

Fast forward – Digitalisierung auf dem Vormarsch

Die heute nachwachsende Managergeneration ist digital aufgewachsen. Da kamen die mahnenden Worte nicht den ganzen Tag vor der Konsole oder am Handy zu sein von der Mama. Hausaufgaben erstellen ohne Google oder die Studienunterlagen analog kopieren? Vorstellbar, aber nicht praktikabel. Das Wissen der Welt liegt in der eigenen Hand. Kurs für angewandte Mathematik in der Raumfahrt am MIT? Nichts leichter als das, kostenlose Teilnahme an hochkarätigen Vorlesungen weltweiter Elite Unis ist ohne Stipendium oder Aufnahmetest möglich. Der Unterricht erfolgt am Smartphone oder Tablet, gerne auch vom heimischen Sofa aus.
 

Product Development auf der Überholspur

Kaum ein Bereich schreitet so schnell voran wie die Digitalisierung. Wir überholen uns selbst in der Entwicklung, denn wo wir in der Produktentwicklung heute noch mehr Platz für den Chip benötigen, so ist spätestens beim Product Launch benannter Chip auch im halbierten Format verfügbar. Dem Wandel hat sich im Speziellen die Consumer Electronic Industrie angenommen und bringt teils unterjährig neue Produkte auf den Markt.
 

Traditionalisten werden zu Azubis ihrer Zeit

Die heutige Demographie eines Unternehmens sieht eine klassische Hierarchie vor. Der Auszubildende beginnt in jungen Jahren und muss „noch viel lernen“. Die alteingesessenen Mitarbeiter erklären wie der Job funktioniert und achten darauf, dass die Prozesse eingehalten und die einzelnen Schritte durchgeführt werden. Neue Denkweisen der jungen Generation, die mit digitalen Kommunikationsmitteln aufgewachsen ist, werden freundlich mit den Worten „das machen wir schon immer so“ blockiert.
 
Digitalisierung ist aber kein Trend, bei dem man entscheidet nicht daran teilzunehmen. Der Wandel ist da und unumkehrbar. Die Auszubildenden von heute sind zeitgleich die Ausbilder von morgen. Digitale Kompetenz, die sich diese Generation nebenbei durch „learning by doing“ angeeignet hat, müssen die „Digital Immigrants“ erst mühsam erlernen. Das Konzept des heutigen Organigrams sollte überdacht und angepasst werden. Der nachfolgenden Generation muss ein „Platz im Management Board“ gehören.
 

Unmöglich sagen Sie? Unumgänglich sage ich!

Unternehmenszugehörigkeit wird gerne in Jahren gemessen und dementsprechend auf der Karriereleiter abgebildet. Soll das aber der Maßstab aller Entscheidungen sein? Unsere Auszubildenden kennen das Unternehmen, durchlaufen jeden Bereich und werden zwangsläufig mit Problemstellungen konfrontiert. Nutzen wir dieses Wissen, nehmen ihre Impulse auf und geben Ihnen das Sprachrohr das sie brauchen.
Das Wissen der Traditionalisten werden die jungen Menschen sich auch erst über die Jahre aneignen können, aber genau hier setzt der Austausch der Generationen an. Die ältere Generation teilt ihre Erfahrungen und die jungen Kollegen tragen ihren Teil dazu bei, wie dieses gemeinsame Wissen –  unterstützt durch moderne Technologien –  für die zukünftige Unternehmenskultur eingesetzt werden kann. Die Akzeptanz dieser Grundhaltung gewährleistet die Nachhaltigkeit nachfolgender Unternehmensgenerationen.